|
Erzvorkommen Basalteisenerze des Vogelsbergs entstanden noch im Tertiär, als unter Einfluss tropischen Klimas eine tiefgründige Zersetzung des Basaltes erfolgte. Der Eisengehalt des Basaltes ging dabei zu großen Teilen in Lösung, wurde umgelagert und setzte sich bei stärkerer Konzentration als Basalteisenstein, in Verbindung mit Kalken als Brauneisenstein, in Nestern oder als Schnüre ab. Beides sammelte man oberflächlich als „Lesesteine“ oder suchte sie oberflächennah durch die Anlage kleiner Schächte und Stollen. Das traf für die im Gründel eingeschmolzenen Materialen zu. „Trichtergruben“, auch „Pingen“ genannt, als Relikte des einfachen Tagebaus sind heute noch im Wald auf der Dirlammer Seite des Wannbachs zu finden. Die Flurbezeichnung „Eisenkauten“ deutet darauf hin. Auch der Name der benachbarten Fluren „Seifen“ und „Mullenseifen“ besagt, dass man hier - vielleicht bis zu einer Tiefe von nur sechs bis zehn Metern - nach Erz gesucht bzw. gegraben hat.

Bild: Mulden im Wald lassen auf ehemalige Bergbautätrigkeit schließen
Wurden Erzstücke geborgen, mussten sie über den Wannbach zu den Schmelzöfen transportiert werden. Hier kommt der oben bereits erwähnte „Magistersteg“ ins Spiel. Der recht schmale Übergang dürfte damals entstanden sein, damit die „Bergleute“ ihre Funde in Wannen, Kübeln und Kiezen trockenen Fußes über das Wasser tragen konnten.

Bild: Fundstück Basalteisenstein
|