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Kohlenmeiler Zum Betreiben der Rennöfen wurde Holzkohle benötigt. Nur mit ihr konnten die für den Schmelzprozess erforderlichen Temperaturen erreicht werden. Kohle stellte man in einem speziellen Verfahren in Meilern durch Erhitzen von Holz bei begrenzter Luftzufuhr her. Der Verkohlungsprozess dauerte bei einem mittelgroßen Meiler unter Hartholzeinsatz (Buche) etwa zwei Wochen. Größere Kohlestücke waren die wertvolleren. Sie wurden in den Rennöfen verwandt. Stücke mittlerer Größe gab man an die Dorfschmiede ab. „Kröselkohle“ setzte man beim Aufbau eines neuen Meilers ein.

Bild: Qualmten hier einst Kohlenmeiler?
Meilerstandorte befanden sich einerseits in der Nähe der Schmelzstätten, andererseits aber auch dort, wo Holz vorhanden war, also im Wald oder in Waldnähe. Eine künstlich eingeebnete Fläche am Fuß des Gründel könnte ein solcher Meilerplatz gewesen sein, ein weiterer ist durch Bodenverfärbungen in der Martinstruth zu vermuten.

Bild: Blick in Richtung Martinstruth
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