VoPo.de - Das Portal zum Vogelsberg

7269_system.jpg

7271_system.jpg
 

Den Naturpark Hoher Vogelsberg erwandern, erleben und entdecken und manches über ihn erfahren!

7270_system.jpg

VULKANREGION VOGELSBERG

 

         | VULKAN VOGELSBERG | KÖHLER UND WALDSCHMIEDE | Startseite |  

 

   KÖHLER UND WALDSCHMIEDE

 UNTERWEGS

 AM WANNBACH

 AM ALTARSTEIN

 AM HAMMERGRABEN

 WEITER ZU:

 Naturpark HVB

 Hoherodskopf

 Geo-Wander-Pfad

 KONTAKT

 IMPRESSUM

 

 

 
 

  

Köhler und Waldschmiede im Vogelsberg

„Die Vogelsberger sind reich. - Steinreich!“ Wenn man bedenkt, dass heute noch auf einer Fläche von 2.400 qkm, dem Gebiet des nach jahrtausendelanger Abtragung übrig gebliebenen Restvulkans, immer noch rund 5 Milliarden cbm Basalte lagern, kann man dieser wohl meist etwas scherzhaft gemeinten Bemerkung ohne Einschränkung zustimmen. Blättert man in alten Sagensammlungen, findet man oft Berichte über vergrabene Schätze. Wenn dort auch von Gold, Silber und Edelsteinen die Rede ist, so dürften damit doch die für das Gebirge typischen Bodenschätze angesprochen werden. Nicht der normale Basalt ist gemeint, vielmehr der viel wertvollere Basalteisenstein, dessen Erz man zur Herstellung von Eisen benötigte.

  

7283_artikel.jpg

Bild: Basalteisenstein aus dem Hohen Vogelsberg

  

Die Basalteisenerze des Vogelsbergs entstanden noch im Tertiär, als unter Einfluss tropischen Klimas eine tiefgründige Zersetzung des Basaltes erfolgte. Der Eisengehalt des Gesteins ging dabei zu großen Teilen in Lösung, wurde umgelagert und setzte sich bei stärkerer Konzentration als Basalteisenstein in Nestern, Rolllagern oder als Schnüre ab. Man sammelte die Erze oberflächlich als „Lesesteine“ oder suchte sie oberflächennah durch die Anlage kleiner Schächte und Stollen.

  

7285_artikel.jpg

Bild: Basalteisenstein aus dem östlichen Vogelsberg

  

Eingesammelte Basalteisensteine wurden in Schmelzöfen weiter verarbeitet. Man nennt sie Rennöfen. Die in diesen Öfen mit Hilfe von Holzkohle erreichte Hitze reichte aus für eine Feststoffreduktion, eine Reduktion des Eisenerzes zu Eisen. Nicht das Eisen wurde flüssig, sondern die Schlacke. War das geschehen, stach man den Ofen an und ließ die flüssige Schlacke herausrinnen (daher der Name Rennofen).

  

7287_artikel.jpg

Bild: Rennofenschlacke von einer alten Schlackenhalde im Hohen Vogelsberg

 


Wenn Sie die Bilder etwas größer sehen möchten, bitte anklicken!

 

 

 

 

KÖHLER UND WALDSCHMIEDE:

 

Startseite

7257_menu.jpg

>>>

 

Eisenkauten und...

7261_menu.jpg

>>>

 

Köhlerplätze und...

7265_menu.jpg

>>>